Vorstösse der SP Uster im Gemeinderat

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 16.03.2009
Postulat Regula Trüeb und Rolf Graf
Schulraumplanung der Primarschule und der Sekundarstufe Uster

Die Primarschulpflege und die Sekundarschulpflege werden zusammen mit dem Stadtrat beauftragt, für die Volksschule eine Schulraumplanung auf dem Gebiet der Stadt Uster zu entwickeln. Diese soll mindestens in den nächsten 10 Jahren die Grundlage bilden für anstehende wichtige Entscheide bezüglich Schulraum.

Diese Schulraumplanung soll den zuständigen Behörden und dem Gemeinderat transparent Aus-kunft geben u.a. über:

Begründung

In den letzten Jahren hatte der Gemeinderat viele, meist sehr kostenintensive Anträge zur Schulinfrastruktur der Primarschule und der Sekundarstufe zu beraten und zu verabschieden.
Wir erinnern beispielsweise an die folgenden Bauprojekte:

Primarschule:
Sekundarstufe:
Durch die verschiedenen Bildungsreformen im neuen Volksschulgesetz (Sonderpädagogik, Tagesstrukturen etc.) und andere - oft kurzfristige - kantonale Bildungsvorhaben (Wiedereinführung Handarbeit, Reduktion Klassengrösse) steigt der Schulraumbedarf in den Gemeinden. In Uster wird die Situation durch den Abbruch des Projektes Neubau Primarschulhaus Krämeracker («Das fliegende Klassenzimmer») und die stetig wachsende Einwohnerzahl noch verschärft.

Diese Situation führt einerseits dazu, dass die Schulkreisezuteilung der PSU immer wieder neu angepasst wird und die Kinder zum Teil lange, nicht ungefährliche Schulwege haben oder mit dem Schulbus transportiert werden. Die Primarschulpflege hatte letztes Jahr ca. 50 Zuteilungs-Einsprachen von Eltern entgegen zu nehmen, die meist mit dem fehlenden Schulraum im Zusammenhang standen.

Andererseits führt diese Situation auch dazu, dass die Primarschule und die Sekundarstufe mit «Feuerwehrübungen» auf die veränderten Verhältnisse reagieren müssen und dem Gemeinde-rat meist kurzfristig Anträge für Schulraum vorlegen. Der Gemeinderat sieht die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Bauvorhaben ein, vermisst jedoch die Transparenz und die Übersicht über eine mittel- und längerfristige Schulraumplanung sowie eine offizielle Zusammenarbeit und gezielte Schulraumkoordination zwischen der PSU und der SSU. Dies umso mehr, als im Jahre 1999 ein Postulat betreffend Schulraumplanung der damaligen SP-Gemeinderätin Barbara Thalmann überwiesen wurde, und umso mehr, als die PSU und die SSU in ihren Leistungsaufträgen ent-sprechende Ziele formuliert haben:

Leistungsauftrag PSU: «Eine vorausschauende Entwicklung des Schulraumes sicherstellen, welche vorzugsweise unter Berücksichtigung von betriebswirtschaftlichen und pädagogischen Kriterien an den dezentralen Standorten festhält.»

Leistungsauftrag SSU: «Das Ressort Liegenschaften ist verantwortlich für die Bereitstellung des notwendigen Raums, um einen geordneten Schulbetrieb sicherzustellen.»  

Die SP-Fraktion bittet Sie, im Interesse einer koordinierten Schulraumplanung und der Stadtfinanzen dieses Postulat zu überweisen.

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