Aktuell

  06.07.2010

Sonnenbergstrasse soll stadtverträglich werden

Die Frage, der Verkehrsführung auf der Nord-Süd-Achse  bewegt in der Stadt Uster seit längerem die Gemüter. Doch während sich die Diskussion dabei vor allem um die Frage konzentriert, ob und wenn ja, wie und wo, die Bahngleise niveaufrei gekreuzt werden sollen, ist bei der Frage, wie der Verkehr südlich davon geführt wird, vieles unklar. Durch die Umgestaltung der Wilstrasse (bereits ausgeführt) und der Zentral-/Talackerstrasse (bewilligt) droht die Sonnenbergstrasse zur Hauptverkehrsachse zu werden. Die SP-Gemeinderäte Rolf Graf und Balthasar Thalmann verlangen deshalb mit einem Postulat, dass der Stadtrat prüft, wie die Sonnenbergstrasse ebenfalls zu einer stadtverträglichen Strasse umgestaltet werden kann.

In den 1960er Jahren wurden Strassen im Hinblick auf eine «Autostadt» gebaut, dem motorisierten Individualverkehr wurde der absolute Vorrang gegeben. Ein Konzept, das, so ist heute klar, von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. In der Stadt Uster setzte deshalb Ende der 1980er-Jahre ein Prozess des Umdenkens ein. Der Rückbau der Zürichstrasse war ein erster Schritt zurück zu einem stadtverträglichen Strassenverkehr, mit Bank- und Brunnenstrasse folgten weitere Etappen. Eine Politik, von der die Stadt Uster eindeutig profitiert hat: Wer sich heute auf oder an der mit Bäumen gesäumten Zürichstrasse bewegt, kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie sich noch vor 20 Jahren der Vekehr mehrspurig durch das Zentrum wälzte.

Auch auf der Nord-Süd-Achse sind seither entsprechende Massnahmen umgesetzt worden. Die Wilstrasse wurde bereits vor einigen Jahren durch den Kanton Zürich saniert und umgestaltet. Und im Mai 2010 hat der Regierungsrat den Kredit für die Umgestaltung der Zentral- und Talackerstrasse gesprochen. Mit diesen Mitteln soll nächstes Jahr auch dieser Strassenzug stadtverträglich und dem überkommunal geschützten Ortsbild angepasst umgestaltet und saniert werden.

Von den drei Hauptachsen im Nord-Süd-Verkehr verbleibt damit die Sonnenbergstrasse als einzige Achse, die einen breiten Strassenquerschnitt und eine monotone (Nicht-)Gestaltung aufweist. Aufgrund der Umgestaltungen der anderen beiden Achsen droht sie nun die bequemste Achse für die Durchquerung der Stadt Uster zu werden. Wohl nicht zu unrecht fürchten die Anwohnerinnen und Anwohner – auch ohne zusätzlichen niveaufreien Bahnübergang – eine Steigerung des Verkehrsaufkommens. Ein solches ist insbesondere auch für die zahlreichen Schulkinder, welche die Strasse auf dem Weg ins Krämeracker-Schulhaus, queren müssen, gefährlich.

Die SP-Gemeinderäte Rolf Graf und Balthasar Thalmann fordern deshalb mit einem Postulat den Stadtrat auf, zu prüfen, wie die Sonnenbergstrasse möglichst schnell ebenfalls in eine stadtverträgliche Strasse umgestaltet und die Verkehrssicherheit erhöht werden kann. Dieser Umgestaltung kommt insbesondere auch dann eine grosse Dringlichkeit zu, falls wie geplant die vom Kanton Zürich projektierte Bahnquerung Uster-West oder gar eine Unterführung Winterthurerstrasse gebaut wird. Die SP Uster ist der Meinung, dass den damit einhergehenden Befürchtungen der Quartierbevölkerung am besten durch Taten Rechnung getragen wird: mit einer stadtverträglichen Umgestaltung der Sonnenbergstrasse.

SP Uster - Die Stadtpartei
© 2006 - 2010 Sozialdemokratische Partei Uster | Postfach | 8610 Uster
::