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  16.04.2010

Kompetenzüberschreitung der Sek-Präsidentin im Wahlkampf

Im «Anzeiger von Uster» ist gestern ein von Marianne Biber, der Präsidentin der Sekundarschulpflege Uster unterzeichneter Leserbrief erschienen, mit der sich die Amtsinhaberin aktiv in den laufenden Wahlkampf einmischt. Mit einzelnen Formulierungen sowie dadurch, dass Marianne Biber den Leserbrief als Präsidentin der Sekundarschulpflege Uster unterzeichnet, erweckt sie den Eindruck, dass sie damit die offizielle Haltung der Sekundarschulpflege wiedergibt. Dieses Verhalten widerspricht den üblichen politischen Gepflogenheiten, steht aber in einer Reihe mit anderen missglückten Kommunikationsbemühungen der abtretenden Sekundarschulpräsidentin.

Die SP Uster ist irritiert über den gestern im «Anzeiger von Uster» veröffentlichten Leserbrief von Marianne Biber, Präsidentin der Sekundarschulpflege Uster. Die Präsidentin fordert darin die Leserschaft auf, den von ihrer Partei nominierten Kandidaten zu wählen. Dies ist zwar ihr grundsätzliches Recht. Mit einzelnen Formulierungen sowie dadurch, dass sie den Leserbrief nicht als Privatperson sondern als Präsidentin der Sekundarschulpflege unterzeichnet, erweckt sie aber den Eindruck, eine offizielle Haltung der Sekundarschulpflege Uster wiederzugeben. Da es undenkbar ist, dass sich eine Behörde aktiv in die sie betreffende Wahl einmischt, überschreitet die Präsidentin der Sekundarschulpflege ihre Kompetenzen und verletzt das Kollegialitätsprinzip in grober Art und Weise.

Die Veröffentlichung des Leserbriefes steht in einer Reihe mit anderen Kommunikations-Gaus der Sekundarschulpflege. So hat beispielsweise vor rund einem Jahr die Sekundarschulpflege in Sachen Einheitsgemeinde in in nicht nachvollziehbarer Art und Weise kommuniziert und mit der Veröffentlichung ihrer Position während laufenden und vertraulichen Gesprächen ihre Verhandlungspartner und das Ustermer Parlament brüskiert. Dass die Präsidentin der Sekundarschulpflege dabei mit dieser Information nur eine Zeitung und nicht sämtliche auf dem Platz Uster tätigen Medien bediente, zeugt ebenfalls von der unzureichenden Kommunikationsfähigkeit der bisherigen Sekundarschulpflege.

Unter diesen Gesichtspunkten muss es geradezu als Hohn bezeichnet werden, wenn die Präsidentin in ihrem Leserbrief den Kandidaten ihrer Partei mit dem Slogan «Konstanz in der Führung» zur Wahl empfiehlt. Was die Sekundarschulpflege zur Zeit benötigt, ist neuen, frischen Wind. Mit Lilo Baschung, der Vizepräsidentin der Primarschulpflege, steht dafür eine ideale Kandidatin zur Verfügung. welche die Ustermer Schulpolitik bestens kennt und sie mitgeprägt hat, gleichzeitig aber an der Spitze der Sekundarschulpflege neue Impulse setzen kann.

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