Aktuell
27.09.2009
Ja! zum Denken über die Zukunft des Zentrums
Die SP Uster ist erleichtert über das deutliche Ja zum Fünfphasenplan für die Zeughausentwicklung. Damit kann in einem klar definierten Prozess Schritt für Schritt über die Zukunft des Zeughauses nachgedacht werden. Gleichzeitig ist die Frage zu klären, wie das Areal in die ganze Zentrumsentwicklung eingebettet werden kann. Mit Bedauern nimmt die SP zur Kenntnis, dass das Wahlverfahren für das Primarschulpräsidium nach vier Jahren bereits wieder geändert wird. Durch die Seperatwahl besteht die Gefahr, dass das Gärtchendenken in der Exekutive gestärkt wird.
Das Zeughausareal mitten in der Stadt Uster stellt eine grosse städtebauliche Chance für die Stadt Uster dar. Mit dem Ja zum Fünfphasenplan kann nun Schritt für Schritt über die Zukunft des Areals nachgedacht werden. Das Ja ist dabei nur ein Ja zum Vorgehen und noch keinesfalls ein Ja zu irgendeiner Nutzung. Wie letztere Aussehen soll, ist im Moment noch völlig offen. Für die SP Uster ist wichtig, dass die Nutzung des Zeughausareals in die gesamte Zentrumsentwicklung eingebettet wird. Nur unter diesem Blickwinkel ist gewährleitstet, dass das Zeughausareal auch in Zukunft lebt. Allfällige Wohnnutzungen könnte die SP Uster nur dann akzeptieren, wenn diese durch genossenschaftlichen Wohnungsbau realisiert werden. Die SP wehrt sich jedenfalls gegen eine Vergoldung des Areals um jeden Preis.
Mit dem bevorstehenden Kauf der Hälfte des Areals sichert sich die Stadt Uster eine gute Basis für die anstehenden Diskussionen. Die Stadt Uster hat in den letzten Jahren für mehrere Dutzend Millionen Franken Immobilien verkauft. Dieses Geld soll auch wieder in Immobilien investiert werden. Die SP ist deshalb der Meinung, dass im Verlauf des anstehenden Prozesses nochmals ernsthaft versucht werden soll, auch die zweite Arealhälfte zu erwerben. Damit hätte die Stadt ideale Voraussetzungen, um das dannzumal vorliegende Nutzungskonzept ganz nach ihren Wünschen umzusetzen. Im Fokus steht derzeit aber ganz klar die Frage der künftigen Nutzungen. Zudem wird sich die SP weiterhin dafür einsetzen, dass die Zeit der Zwischennutzung für einen kreativen und kulturellen Schub für Uster genutzt werden kann.
Mit dem Ja zum neuen Wahlverfahren des Primarschulpflegepräsidiums wird das vorhandene Gärtchendenken im Stadtrat nun auch noch institutionell verankert. Dies bereitet der SP Sorgen. Bereits in den vergangenen Jahren hat sie festgestellt, dass dieses auf einzelne Ressorts bezogene Denken dazu geführt hat, dass Uster immer noch nicht aus dem Dornröschenschlaf erwacht ist. Es entsteht der Eindruck, dass vor lauter Gärtchen hegen und pflegen, das grosse ungenutzte Potenzial der Stadt Uster vergessen geht. Die SP wird deshalb noch vermehrt ein Augenmerk darauf richten müssen, dass die Stadt Uster einheitlich und mit einer gesamtheitlichen Sichtweise geführt wird.

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