Aktuell

  10.02.2009

Gemeinderatssitzung: Weiteres Vorgehen beim Zeughaus geklärt

Das Zeughaus-Areal ist eine der grössten brachliegenden Flächen mitten in Uster. Eine Entwicklung dieses Gebietes bietet naturgemäss eine enorme städtebauliche Chance für unsere Stadt. An seiner jüngsten Gemeinderatssitzung hat der Gemeinderat nun ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Areal genehmigt und damit das weitere Vorgehen geklärt. Als erster Schritt soll die Stadt Uster nun die Hälfte des Areals kaufen, danach soll gemeinsam mit der Besitzerin der anderen Hälfte, der armasuisse, ein Gestaltungsplan entwickelt werden.

Im Grundsatz war man sich im Rat einig: Das Zeughaus-Areal bietet für die Stadt Uster ein riesiges städtebauliches Potential. Doch wie dies genutzt werden soll, darüber bestand bislang Unklarheit. Aus verschiedenen Gründen: Je nach politischer Position werden verschiedene Nutzungen vorgeschlagen, von genossenschaftlichen Wohnungsbau über eine Kulturnetzung bis hin zu Gewerbeflächen. Zudem gehört das Gelände der armasuisse, welche die Liegenschaften der Armee verwaltet. Die Planungshoheit liegt aber bei der Stadt Uster, welche mittels Gestaltungsplan bestimmen kann, was gebaut wird und was eben nicht. Beide Partner sind also aufeinander angewiesen.

Der Stadtrat legte dem Gemeinderat nun ein Konzept vor, mit welchem er das weitere Vorgehen skizzierte. In einem ersten Schritt soll die Stadt Uster die Hälfte des Areals von der armasuisse kaufen. Anschliessend soll gemeinsam ein Nutzungskonzept erarbeitet werden und ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Darauf aufbauend folgt schliesslich die Erarbeitung eines entsprechenden Gestaltungsplans, der dann anschliessend umgesetzt und die bisherige Zwischennutzung ablösen soll. Bei allen Schritten hat der Gemeinderat und allenfalls das Volk das letzte Wort.

Zu reden gab im Rat eigentlich nur ein Punkt: Eine Mehrheit der vorberatenden Kommission hatte vorgeschlagen, dass dem Gemeinderat ein Kaufvertrag in zwei Varianten vorgelegt werden soll: Einmal ein Vertrag für die Hälfte des Areals, einmal ein Vertrag für das ganze Areal. Nur wenn man alle Optionen kenne, könne man letztlich auch richtig entscheiden, argumentierte SP-Fraktionspräsident Balthasar Thalmann. Eine knappe Mehrheit des Rates lehnte diesen Antrag aber knapp an. Dennoch stimmte die SP-Fraktion dem Konzept letztlich zu, weil sie es ansonsten als überzeugend einstuft. Der Rat stimmte dem Konzept mit 31:2 Stimmen zu.

Weiter hat der Gemeinderat:


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