Aktuell
15.01.2009
SP will Bildungsstandort Uster gestärkt sehen
Diverse Vorhaben im Bildungsbereich in der Stadt oder dem Bezirk Uster haben in den vergangenen Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. So musste das Bauprojekt für das neue Primarschulhaus Krämeracker abgebrochen werden, der Kanton hat den Neubau des Bildungszentrums Uster vorübergehend sistiert und in Maur wurde ein Landverkauf an das Lycée Français abglehnt. Mit einer Anfrage will die SP Uster in Erfahrung bringen, wie der Stadtrat auf diese Entwicklungen reagiert und was er unternimmt, um den Bildungsstandort Uster zu stärken.
In seiner Strategie hat der Ustermer Stadtrat ein «überdurchschnittliches Bildungsangebot» als eine der drei wichtigsten Stärken von Uster definiert und sich zum Ziel gesetzt, dieses weiter zu stärken, um Uster als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort zu positionieren. Unter anderem will der Stadrat die Ansiedlung der Mittelschule Glattal aktiv fördern, die Schulinfrastruktur den zukünftigen Anforderungen an die Schule anpassen sowie die Aktivitäten aller Bildungsträger in Uster besser koordinieren.
Die Entwicklung bei verschiedenen Projekten stellt diese Strategie des Stadtrates nun aber in Frage. So musste das Projekt des geplanten Primarschulhauses Krämeracker wegen diversen Problemen abgebrochen werden und der Kanton hat den Neubau des Bildungszentrums Uster, in welchem auch die Mittelschule angesiedelt werden sollte, aus finanziellen Gründen vorübergehend sistiert.
Mit einer Anfrage möchte nun SP-Gemeinderätin Regula Trüeb vom Stadtrat in Erfahrung bringen, wie er angesichts dieser auftretenden Probleme seine Strategie umsetzen will. Von besonderem Interesse ist, wie sich der Stadtrat bei den kantonalen Stellen dafür einsetzt, dass die Planung für den Neubau des Bildungszentrums möglichst bald wieder aufgenommen wird. Es besteht nämlich durch die vorläufige Sistierung die Gefahr, dass der neue Schulraum für die Mittelschule nicht rechtzeitig erstellt werden kann. Deshalb erkundigt sich Regula Trüeb in ihrer Anfrage auch danach, ob Pläne für eine weitere bauliche Übergangslösung in Uster ins Auge gefasst werden.
Weiter interessiert sich die Präsidentin der Komission Bildung und Kultur dafür, welche Rahmenbedingungen die Stadt Uster schafft und welche konkreten Anstrengungen der Stadtrat unternimmt, um hier ansässige Bildungseinrichtungen in Uster zu halten bzw. neue nach Uster zu holen. Nicht zuletzt fragt sie, welche Gebiete der Stadtrat für die Ansiedlung von neuen Bildungseinrichtungen als geeignet erachtet, beispielsweise für das Lycée Français, welches nach dem Nein der Stimmberechtigten in Maur erneut auf der Suche nach einem Standort ist.

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